Funkelnde Objekte haben den Nachteil Iterationen bei Bildaufnahmen zu produzieren. Egal ob im Außenbereich oder mittels eines Aufnahmetisches silberne oder Glasobjekte reflektieren das Licht stark und neigen Überblendungen zu verursachen. Insbesondere bei Metallteilen können Moiré bzw. Bildrauschen auftreten. Schon mittels eines Polarfilters kann man diese Iterationen mildern, jedoch nicht ganz beseitigen. Deshalb eignet sich die Kombination aus einem Lichtzelt zusammen mit einem Polarfilter bestens.

Im Fachhandel ist ein Lichtzelt schon unter 50,00 Euro erhältlich. Sogar einige Modelle sind Faltbar und lassen sich auf dieser Weise leicht transportieren. Weiterhin benötigt man zwei Tageslichtleuchten samt Stativen. Die Kamera soll unbedingt auf einem Stativ montiert werden. Blitzbeleuchtung ist nicht anzuraten, außer Sie wollen spezielle Effekte erzielen. Der Lichtzelt wird auf einem stabilen Tisch gestellt. Die Tageslichtleuchten sind Links und Rechts des Zelts aufzubauen und sollten genügend Abstand vom Lichtzelt aufweisen. Als Objektiv nimmt man ein Makrozoom 17 – 70 mm, F 2,8–4,0 oder ein Makroobjektiv mit Festbrennweite 105 mm bzw. 180 mm, F 2,8.

Im Lichtzelt wird ein Hintergrund (meistens mit Klettverschluss) montiert. Dunkles Objekt auf einem hellen Hintergrund und helles Objekt (Metall, Glas) auf einem dunklen Hintergrund. Bei funkelndem Objekt (Metall, Glas, Schmuck usw.) ist ein Polarfilter zu empfehlen. Die Tageslichtleuchten sollten niemals direkt auf der Kamera gerichtet werden, weil sonst eine Überblendung droht.

Für die Aufnahmen probieren Sie je nach Objekte unterschiedliche Blenden (F 6,3 oder F 10), die Blendezeit zwischen 1/10‘‘, 0,8‘‘, 0,3‘‘, 0,5‘‘ usw. und eine Empfindlichkeit von 100 ISO, um Bildrauschen und Moiré zu vermeiden.

Aufnahmen in einem Lichtzelt sind Zeitintensiv und fördern die Kreativität. Sie kommen für die Inszenierung Werbeprojekte in Fragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.